Deutsche Reisezirkusse mit Internetpräsenz - Teil 1

Derzeit führende Zirkusse verschiedener Sparten

Auf dieser Seite sind einige derzeit bedeutende Zeltzirkusse mit unterschiedlichen Showkonzepten verlinkt. Im Abschnitt A finden Sie aktuell bedeutende Traditions-Zirkusse mit Tieren, Clowns und Akrobaten: unter A.1 die zurzeit größten Unternehmen; unter A.2 groß aufgestellte Mittelzirkusse; unter A.3 Sommerzirkusse auf Usedom, die zeitweise auch auf Tournee gehen. Im Abschnitt B stehen sogenannte "Theater-Zirkusse", die neben Artistik (ohne Tiere) auf Elemente wie Poesie, Clownerie oder Künstlerisches Wert legen. Im Abschnitt C haben wir große Produktionen verlinkt, die ein bestimmtes Zielpublikum und eher Erwachsene ansprechen. Viele weitere, verschieden große Reisezirkusse aus Deutschland, die online erreichbar sind, finden Sie in der Fortsetzung der Liste unter Reisezirkusse 2  (s. Menü links). 

Die traditionellen Reisegeschäfte, die von Frühjahr bis Herbst auf Tournee gehen, sind in Deutschland stark rückläufig. Viele Zirkusse haben den Reisebetrieb inzwischen eingestellt und auf spezielle Events umgesattelt. Dagegen hält die Hochkonjunktur der Weihnachtszirkusse (s. Menü links) an. Hinzu kommen saisonale Kurzgastspiele im Herbst oder Winter. 

Die Auflistung der Zirkusse erfolgt hier streng alphabetisch nach Firmennamen: "Zirkusse" mit "Z" und "k"  stehen also z.B. weiter unten als "Circusse" mit "C". Auf die Webseiten der Zirkusse gelangen Sie durch Anklicken der Namen in roter Schrift. In unseren Kurzkommentaren verbinden wir persönliche Eindrücke mit allgemeinen Einschätzungen aus Expertenkreisen.


A - Bedeutende traditionelle Zirkusse 

Ausschlaggebend für die Größe und Qualität eines Zirkus sind heute vor allem die Zahl und Stärke der hinzuengagierten Artisten sowie eine seriöse Öffentlichkeitsarbeit. Die Zirkusse in diesem Abschnitt stufen wir als die aktuell bedeutendsten traditionellen Reisezirkusse in Deutschland ein: wegen der international besetzten Programme, der Gesamtgröße und der zuverlässigen Tourneeplanung durch große Teile der Republik. Die Shows in diesen Zirkussen sind allgemein empfehlenswert für ein breites Publikum.


A.1 - Die derzeit größten Traditionszirkusse


Circus Krone

Der Circus Krone - 1905 von Carl Krone gegründet - gehört zu den traditionsreichsten Zirkussen der Welt und wirbt teilweise als "größter Circus der Welt", was von der Wahrheit nicht so weit entfernt ist, da es kaum noch familiär geführte Wander-zirkusse mit ähnlich großem Aufwand gibt. Nach wie vor reist Circus Krone die ganze Saison über mit großem Fuhrpark und gigantischem Zelt durchs Land. Die Tierschau ist trotz Reduzierung der Arten immer noch repräsentativ und ein Beispiel für gute Tierhaltung. Das Konzept für das Tournee-Programm wurde 2019 nach ca. 60 Jahren grundlegend verändert: Mit aufwendigem Licht- und Kostümdesign und eigens komponierter Musik wird eine poetische Show auf der Höhe der Zeit präsentiert, die zugleich durch viele Motive nostalgisches Flair erzeugt, u.a. mit der Anlehnung an alte Krone-Motive. Die Musik vom Tonträger wird durch einige Live-Musiker verstärkt. Im Programm treten gute Komiker und Clowns, internationale Spitzenartisten (darunter bekannte Preisträger) sowie einige hervorragende Tiernummern auf - vorrangig Pferde und Löwen. Zudem besitzt Krone den letzten deutschen Zirkusbau in München in der Marsstraße, wo jedes Jahr von Ende Dezember bis Anfang April drei wechselnde Weltklasse-Programme gezeigt werden (früher wurde hier die TV-Show Stars in der Manege aufgezeichnet). Im Festbau ermöglicht die steile Sitzführung eine sehr gute Sicht und es spielt ein Live-Orchester. - Seit dem Tod der kinderlosen Christel Sembach-Krone (2017) liegt die Direktion bei der von ihr adoptierten Schweizer Tierlehrerin Jana Mandana Lacey-Krone (geb. Pilz; der Zweitname "Mandana" geht auf iranische Vorfahren zurück) und deren Mann Martin Lacey Jr.  Letzterer stammt aus einer renommierten englischen Zirkusfamilie und präsentiert die mehrfach preisgekrönte Raubtiernummer, die weltweit ihresgleichen sucht. Krone ist und bleibt ein Muss für Liebhaber echter Zirkustradition. 

Bild 3: Festbau in München

(s. auch Weihnachtszirkusse)


Zirkus Charles Knie

Der Name Charles Knie geht auf den Gründer dieses Zirkus, einen Tierlehrer aus der bekannten Schweizer Zirkusfamilie, zurück, der das Unternehmen 1995 in Deutschland eröffnete und 2007 an den Zirkusproduzenten Sascha Melnjak (ursprünglich privat) verkaufte. Der Zirkus ist nicht mit dem Schweizer Nationalcircus zu verwechseln, gehört aber ebenfalls zu den großen, vorbildlichen Reisezirkussen in Europa. Charles Knie bietet klassische Zirkuskunst in moderner Aufmachung. Die meisten Nummern werden von einem qualitätsvollen Live-Orchester begleitet. Zum internationalen Ensemble gehören artistische Spitzenkräfte, außerdem preisgekrönte Tiernummern. Von der guten Tierhaltung kann man sich in der artenreichen Tierschau überzeugen. - Im Winter präsentiert Sascha Melnjak zwei hochkarätig besetzte Weihnachtszirkusse in Heilbronn und Offenburg. 2012 erwarb er das Winterquartier des früheren Circus Barum-Siemoneit im niedersächsischen Einbeck und steht auch in dieser Hinsicht in der Tradition bester heimischer Zirkuskultur.


A.2 - Qualitätsvolle Mittelzirkusse mit internationalem Programm


Circus Probst

Der von Reinhard und Brigitte Probst 1982 gegründete Zirkus tourt als familiär geführtes Unternehmen quer durch Deutschland, seit Einstellung des "Ost-Probst" häufig in den östlichen Bundesländern. Die Familie Probst hat eine lange Tradition und bietet qualitätsvollen klassischen Zirkus mit guten Tierdressuren, einigen internationalen Artisten, ausgewählten Clowns und einem Live-Orchester (!), das für die richtige Atmosphäre sorgt. Mitunter werden hier sogar Spitzenkräfte verpflichtet, wenngleich die Qualität des artistischen Programmteils nicht in jeder Saison gleich stark ist.  Materialbestand und Tierhaltung sind vorbildlich; von letzterer kann man sich in der ganztägig geöffneten Tierschau überzeugen. Außerdem veranstaltet der Circus Probst die beliebten Weihnachtszirkusse in Gelsenkirchen (seit 1996) und Krefeld (seit 2013), die beide internationale, große Programme bieten.


Moskauer Circus

Der von der Familie Nando Frank seit Mitte der 2000er Jahre geführte Familien-zirkus besetzt seine Programme seit einigen Jahren mit internationalen Artisten, darunter Truppen (!), und führt ganz-saisonale Tourneen durch West- und Süddeutschland. Auch eine Raubtiernummer war bislang dabei. Zwar trifft man hier mitunter keinen einzigen russischen Artisten, sowenig wie die Herkunft dieses Zirkus irgendetwas mit Russland zu tun hat. Doch über die Abweichungen vom Werbenamen lässt sich hinwegsehen, da die Programme etwas zu bieten haben. Man reist mit großem Materialbestand und vorbildlicher Tierhaltung. Leider ist auf Tournee bislang keine Livemusik dabei. Ein Orchester gibt es jedoch im Moskauer Weihnachtscircus, den die Franks seit Jahren in Augsburg veranstalten - mit aufgestocktem Programm (s. Weihnachtszirkusse 3).


A.3 - Sommerzirkusse auf Usedom (teils auf Tournee)


Circus Berolina   

Der Circus Berolina wird von der Familie Bernhard und Katharina Spindler aus der weit verzweigten Zirkusfamilie geführt, deren Enkel-Generation heute hauptsächlich das Programm gestaltet. Man reist ausschließlich in Ostdeutschland - so mit dem jährlichen Sommer-Gastspiel auf Usedom -, dazwischen zeitweise auch in Polen, und legt inzwischen einige Tourneepausen ein (mit Hüpfburgen für Kinder). Obwohl fast alles - Akrobatik, Clownerie und Tierdressuren - von der Familie selbst präsentiert wird, zeigt Berolina ein abwechslungsreiches Traditionsprogramm in ziemlich ursprünglicher, romantischer Atmosphäre, seit 2018 leider ohne Live-Orchester. Die Spindlers bieten vor allem hochwertige Dressurleistungen mit Pferden, darunter Reitkunststücke als besondere Spezialität, womit Berolina eine tolle Hommage an die Ursprünge des klassischen Zirkus liefert. Die Junioren wurden beim Nachwuchs-festival in Monte-Carlo ausgezeichnet (wo die Spindlers bereits früher Dressur-Preise erhielten) und steuern ambitioniert auf höhere Auszeichnungen hin. Die exotischen Tiere (Elefanten, Tiger u.a.), mit denen man früher Erfolge in ganz Europa feierte, bleiben aufgrund der politischen Situation im eigenen Tier- und Freizeitpark in Berlin-Waltersdorf (dem Berolina-Winterquartier), wo sie im jährlichen Weihnachtscircus noch auftreten. - "Berolina" hieß bis 1990 jener der 3 Teilbetriebe des DDR-Staatszirkus, welcher anfangs aus den Vorläufern "Barlay" und "Olympia" hervorgegangen war. Nach einer Zwangspause 1992-95 gingen die Namens-rechte an die Familie B. Spindler, die ihrerseits Vorfahren in Ostdeutschland hatten, aber schon Jahrzehnte vor der Wende mit Nummern und eigenen Zirkussen im Westen reisten.


Circus William

Der Zirkus der Gebrüder Wille, der mit dem Namen "William" zugleich auf den früheren Circus Williams (Familie Althoff) anspielt, ist eigentlich ein Familienzirkus, reist aber mit ansehnlichem Material und beträchtlichem Tierbestand, darunter eine gemischte Raubtiergruppe mit (u.a. weißen) Löwen und Tigern. Das vielseitige klassische Programm wird zu großen Teilen von Mitgliedern der Familie bestritten, ein paar Artisten werden aber meist hinzuengagiert, und beim Sommergastspiel auf Usedom kommen internationale Gäste hinzu. Die Musik kommt vom Tonträger. In Berlin wird seit 2003 Williams Weihnachtscircus in Berlin Hohenschönhausen (Landsberger Allee / Schalkauer Str.) präsentiert, für ebenfalls die Programme aufgestockt werden.


B - "Theater-Zirkusse"

Zu den Theater-Zirkussen zählen wir solche, die sich entweder selbst so bezeichnen oder aus unserer Sicht zu dieser Bezeichnung passen. Der Cirque du Soleil, der ebenfalls hierher passen würde, ist als international organisiertes Großunternehmen auf einer eigenen Unterseite (s. Zirkus in Europa) verlinkt, während wir auf dieser Seite individuelle Reisezirkusse aus Deutschland vorstellen. Mit dem Cirque Bouffon haben wir ausnahmsweise ein kleineres Unternehmen mit einbezogen, was meines Erachtens gerechtfertigt ist aufgrund seiner künstlerischen und organisatorischen Professionalität. 


Circus-Theater Roncalli

Nah am klassischen Zirkus ausgerichtet ist das Circus-Theater Roncalli, das 1976 als "Circus Roncalli" vom Österreicher Bernhard Paul (mit André Heller) gegründet wurde. Der Firmensitz ist seit den Anfängen in Köln. Die 2018 erfolgte Umbenennung in "Circus-Theater" war insofern konsequent, weil man seitdem ganz auf Tiere verzichtet (anfangs traten zahlreiche Tiere auf, bis 2017 noch Pferde) und B. Paul als Kenner der Branche die Meinung vertritt, dass ein Zirkusbetrieb ohne Pferde kein eigentlicher Zirkus ist. Die Einstufung als Kulturbetrieb (Theater) bringt zudem finanzielle Vorteile, da Zirkusse in Deutschland nicht öffentlich gefördert werden. - Roncalli bietet indes weiterhin internationale Spitzenartistik und sehr reichhaltige und verschiedenartige Clownerie und Comedy, das Ganze unterstützt von einem Ballett, hervorragender Lichtregie und kraftvoller (oft rockiger) Livemusik. Die Kostüme sind nach wie vor originell und vielseitig, doch sind aus unserer Sicht einige Markenzeichen des einstigen 'Salon-Circus` - etwa die Poesie, der leise Humor oder avantgardistische Elemente - mit den Jahren zurückgefahren worden, ebenso wie der künstlerische und musikalische Gesamtbogen. Nostalgisch sind noch große Teile der Ausstattung, v.a. die schön restaurierten Zirkuswagen. - Neben der Zelt-Tournee veranstaltet B. Paul Weihnachtszirkusse im Berliner Tempodrom und in Osnabrück, Varieté-Programme (v.a. Apollo in Düsseldorf), Weihnachts- und Jahrmärkte sowie diverse Zusatzevents, von denen die meisten auf der Roncalli-Webseite zu finden sind. Paul gehört ferner eine große Antiquitäten-Sammlung, die bald in einem Museum in Köln ausgestellt wird. Einige Stücke bilden das Inventar des Hamburger Roncalli-Cafés, das aber nicht zu Roncalli gehört. Zwei artistisch begabte Töchter und ein Sohn (Leitung Apollo) lassen auf eine spätere Fortführung der Firma Roncalli hoffen


Cirque Bouffon    (Nouveau Cirque)

Der seit 2006 mit Firmensitz in Köln ansässige Cirque Bouffon wurde vom französischen Artisten Frédéric Zipperlin (früherer Künstlername: Boul) gegründet. Er ist der Kunstrichtung des Neuen Zirkus (Nouveau Cirque) zuzuordnen (s. Hintergründe – Vielfältige Zirkuswelt), unterscheidet sich aber in einigen Merkmalen von anderen Nouveau-Cirque-Formaten. So möchte F. Zipperlin, der den klassischen Zirkus sehr achtet, nicht nur ein intellektuelles erwachsenes Publikum, sondern auch Familien mit Kindern ansprechen. Er nimmt bislang in Kauf, dass er nicht als öffentlich geförderter Kulturbetrieb (z.B. Theater), sondern als „Zirkus“ reist – mit den finanziellen Nachteilen, die damit in Deutschland verbunden sind. Die Eintrittspreise sind im Verhältnis zu manch anderer Noveau-Cirque-Produktion erschwinglich. Man reist mit einem sehr kleinen Zelt, in dem intime Atmosphäre herrscht. Das Publikum sitzt sehr nah am Geschehen, mit hervorragender Sicht auf die Rundbühne. Dort präsentiert ein aufeinander eingestimmtes Ensemble (darunter F. Zipperlin) neben hochkarätiger Akrobatik komische, poetische, skurril-theaterhafte und musikalische Darbietungen, die meist ineinander übergehen. Mit ausgewählten Instrumenten wird Live-Musik dargeboten, die vom Kontrabass-Spieler des Ensembles eigens komponiert wird. Der Cirque Bouffon gastiert in größeren deutschen Städten und ist für Freunde moderner, poetischer Zirkuskunst sehr zu empfehlen.


C - Horror, Burleske & Adrenalin: Große Shows für ein bestimmtes Zielpublikum

In dieser Rubrik sind recht große Zirkusproduktionen mit professioneller Werbung und Tourneeplanung verlinkt, die sich mit ihrem Konzept mehr an ein bestimmtes Zielpublikum wenden. Die Programme sprechen mit Horror-Elementen, Erotik oder derbem Humor eher Erwachsene an. Das Normal-Programm von Flic-Flac ist zwar "jugendfrei", aber auch nicht unbedingt für Familien mit kleinen Kindern konzipiert.


Flic Flac

und die Zusatzshow Freaks

Das erfolgreiche Unternehmen des ehemaligen Hochseilartisten Benno Kastein und seiner Familie (gegründet 1989) ist momentan mit 2 Reisegeschäften in Deutschland unterwegs. Das "Hauptgeschäft" zeigt der Fangemeinde als selbsternannter 'Modern Art Circus' neben Spitzenartistik (keine Tiere) spektakuläre Stunts mit Motorrädern. Die Shows werden von einer Live-Band mit krachiger Rockmusik begleitet. Sexy Artisten im Straßenlook oder mit Grufti-Einschlag präsentieren in recht kühlem Ambiente viel Action und Nervenkitzel, daneben gibt es  aber auch sinnliche, ruhige Momente. Zum internationalen Ensemble gehören regelmäßig große Truppen. Das Ganze wird umrahmt von einer ausgefeilten Programm- und Lichtregie. Diese Show ist als eine der großen Adressen unter den deutschen Zirkussen zu empfehlen, aus unserer Sicht aber nicht unbedingt für kleine Kinder. Etwas kritisch sehen wir die relativ hohe Verletzungsrate bei den Artisten. Um Weihnachten herum zeigt Flic Flac 5 große Shows (!) in verschiedenen Städten, die sämtlich mit Spitzenartisten besetzt sind (s. Liste mit Weihnachtszirkussen). - Das zweite von Flic Flac produzierte Reisegeschäft ist die abgedrehte, als Comedy verkaufte Show Freaks, die aus gutem Grund erst ab 16 Jahren freigegeben ist. Außer echten und nachgestellten "Freaks" (Menschen mit Körperanomalien) gibt es hier Provokationen verschiedener Art; wer z.B. sexuelle Freizügigkeiten und bösen Humor mag, ist nicht verkehrt. Es gibt aber auch Elemente klassischer Burleske und ein künstlerisches Gesamtkonzept. Dass momentan ein Hitler-Imitat als Co-Moderator mitwirkt, ist aus unserer Sicht bestenfalls peinlich. Die Show spricht so oder so eher ein bestimmtes Zielpublikum an und hat mit Zirkus kaum mehr etwas zu tun.


Zirkus des Horrors

Seit einigen Jahren sind in Europa Zirkusse mit Horror-Konzept in Mode gekommen. Einer davon ist das deutsche Unternehmen der traditionellen Zirkusfamilie Joachim Sperlich (Romanza Circusproduktion), das seit 2013 in größeren deutschen Städten gastiert. Die Qualität konnte mit den Jahren kontinuierlich verbessert werden. Hier wird jedes Jahr eine neue Inszenierung nach einem bestimmten Motto geboten und alles vom Einlass bis zur Verabschiedung des Publikums darauf abgestimmt. Meist ist es ein gruseliges Ambiente mit Artisten und Mitarbeitern als Zombies, Geister und Vampire. 2018 hat man sich für  eine "Irrenanstalt" mit gefährlichen Insassen entschieden - ein gut durchdachtes Konzept, das nur hoffentlich nicht auf das Image von Psychiatrie und psychisch Kranken abfärbt (die Bemerkung ist mir wichtig, da ich in dem Bereich arbeite). Die Shows sind mit ausgefeilter Licht- und Tontechnik absolut auf der Höhe der Zeit. Zu meist rockiger Musik (nicht live) und eingebettet in eine Rahmenhandlung, treten heimische und internationale Qualitätsartisten auf, teilweise mit starken Nummern. Die Clownerie ist mit derbem Humor auf das Image zugeschnitten, hier sollte man sich auf etwas Proleten-Charme einstellen. Beim Publikum kommt das Konzept allemal gut an; für kleine Kinder ist es indes weniger geeignet. Nicht zu verwechseln ist dieser Horror-Zirkus mit anderen, die unter ähnlichem Namen (z.B. "Horror-Circus") reisen. - Übrigens präsentieren die Sperlichs zwei sehr gute klassische Weihnachtscircusse in Karlsruhe und Trier!


Die Fortsetzung dieser Auflistung finden Sie auf unserer Seite Reisezirkusse 2. Klicken Sie dazu den entsprechenden Link in unserem Menü links.